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Schmerzformen 

Kopfschmerzen sind in Österreich weit verbreitet. Die meisten Menschen haben sie schon einmal erlebt. Doch viele wissen nicht, dass es Unterschiede zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne gibt. Aus diesem Grund führen wir die Besonderheiten der beiden Schmerzarten auf und zeigen, woran man sie unterscheiden kann. Außerdem können Sie mit Hilfe des Kieler Kopfschmerzfragebogens herausfinden, unter welcher Art von Kopfschmerzen Sie leiden.

 


Silberweide

Aus der Rinde der
Silberweide stammt
der Wirkstoff Salicyl-
säure.
 

Auch bei Erkältungen treten hin und wieder Kopfschmerzen auf. Damit Sie wissen, wie Sie am besten mit dieser Art des Unwohlseins umgehen können, stellen wir Ihnen vor, wie es zu Fieber bei Erkältung kommen kann und veranschaulichen Ihnen den Ablauf einer Erkältung.

 

 

ASPIRIN® - Der Klassiker gegen Kopfschmerzen

ASPIRIN® gilt als das Kopfschmerzmittel schlechthin - und das auf der ganzen Welt, seit nunmehr über 100 Jahren. Doch wie haben die Menschen ihre Kopfschmerzen früher bekämpft, als es noch kein ASPIRIN® gab? Was sind Kopfschmerzen überhaupt und was ihre Ursachen? Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es, und woran kann man sie unterscheiden? Fragen, die wichtig sind, wenn man das Leiden in den Griff bekommen und möglichst schnelle Abhilfe schaffen will.
 

Was sind Kopfschmerzen?

Das, was im Kopf schmerzt, sind hauptsächlich Nerven und Blutgefäße. Das Gehirn selbst ist schmerzunempfindlich. Der Entstehungsmechanismus der meisten Kopfschmerzen ist nach wie vor bis heute nicht eindeutig geklärt. Fest steht, dass die Nerven und Blutgefäße des Gehirns besonders empfindlich auf die verschiedenen Reize aus anderen Körperregionen und selbst auf minimale Druckveränderungen des Blutkreislaufes reagieren.
 
Aus repräsentativen Untersuchungen wissen wir, dass in Österreich ca. 43% der Menschen, also rund 2,8 Millionen, zumindest zeitweise an Kopfschmerzen leiden. Die volkswirtschaftlichen Folgeschäden sind beträchtlich, von den persönlichen Verlusten an Lebensqualität ganz zu schweigen.
 
 

Blutgefäß

Blutgefäße des Gehirns
reagieren auf Reize
anderer Körperregionen.
 

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?
Kaum zu glauben: 165 Arten von Kopfschmerzen werden unterschieden. Die häufigsten von ihnen (92 Prozent) sind der sogenannte Spannungskopfschmerz und der migränebedingte Kopfschmerz. Für Kopfschmerzen vom Spannungstyp gilt, dass sie unbehandelt 30 Minuten bis 7 Tage anhalten, dass sie beidseitig auftreten - und zwar ziehend bis drückend, jedoch nicht pulsierend - und dass sie die übliche Aktivität nicht behindern und sich bei körperlicher Anstrengung nicht verstärken.
 

Beim Spannungskopfschmerz kann man noch weiter nach episodischen und chronischen Kopfschmerzen unterscheiden. Bei der episodischen Form treten die Kopfschmerzen nur stunden- oder tageweise auf. Dazwischen sind die Betroffenen kopfschmerzfrei. Ist keine feste Attackendauer feststellbar und bleiben die Schmerzen an mehr als 15 Tagen im Monat bestehen, spricht man vom chronischen Kopfschmerz.
 
Grundsätzlich gilt: Kopfschmerzen, die häufig auftreten, sollten ärztlich behandelt werden, da nur der Arzt eine genaue Diagnose stellen und die geeignete Therapie verordnen kann.

 

Zur besseren Diagnose der Kopfschmerzen empfiehlt sich das Führen eines Schmerzkalenders (z.B. von der Schmerzklinik Kiel). In die vorgefertigten Tabellen können Sie Beginn und Ende sowie Symptome und Art Ihrer Schmerzen eintragen. Dadurch haben Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Mühe, Ihr Kopfschmerzproblem dem Arzt präzise zu beschreiben. Außerdem kann der Arzt aus dem Ablauf der Schmerzattacken und der Art der Schmerzen wichtige Rückschlüsse für die weitere Behandlung ziehen.


 
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Fast eine Volkskrankheit

Fast jeder zweite Österreicher klagt gelegentlich über Kopfschmerzen und/oder Migräne. Frauen zwei bis drei Mal häufiger als Männer. Auch jüngere Menschen bleiben nicht verschont und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen sind enorm. Migräne ist eine Krankheit,  die nicht heilbar ist, aber behandelt und wesentlich gelindert werden kann.
 



Was unterscheidet Migräne von anderen Kopfschmerzen?

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. 165 Arten von Kopfschmerz werden unterschieden. Die häufigsten von ihnen (92 %) sind der Kopfschmerz vom Spannungstyp (kurz: Spannungskopfschmerz) und die Migräne. Die Diagnose, um welche dieser beiden primären Kopfschmerzformen es sich im Einzelfall handelt, ist wichtig, da sie nicht nur medikamentös unterschiedlich zu behandeln sind.

 

Die International Headache Society (IHS) hat deshalb einige Kriterien festgelegt, wodurch sich Spannungskopfschmerz und Migräne voneinander unterscheiden.

 

 

Spannungskopfschmerz

Migräne

 Kopfschmerzdauer

unbehandelt 30 Min.- 7 Tage

unbehandelt 4 - 72 Std.

 Schmerzcharakteristika

beidseitiger Kopfschmerz

einseitiger Kopfschmerz

drückend bis ziehend, nicht pulsierend

pulsierender Charakter

übliche Aktivität nicht nachhaltig behindert

erhebliche Behinderung der Aktivität

Keine Verstärkung des Kopfschmerzes durch körperliche Aktivität

Verstärkung des Kopfschmerzes bei körperlicher Aktivität

 Begleitphänomene

Keine Übelkeit

Übelkeit und Erbrechen

selten: Photophobie oder Phonophobie

Photophobie
Phonophobie

Weitere Unterscheidungen

Darüber hinaus kennt man noch die Unterscheidungen nach episodischem und chronischem Spannungskopfschmerz:

Bei der episodischen Form treten die Kopfschmerzen nur stunden- oder tageweise auf. Dazwischen sind die Betroffenen kopfschmerzfrei. Ist keine feste Attackendauer feststellbar, und bleiben die Schmerzen an mehr als 15 Tagen im Monat bestehen, spricht man vom chronischen Kopfschmerz.

 

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Attacke in 3 Phasen

Die typische Migräneattacke läuft in drei Phasen ab:

  1. Die Vorboten
    Für die meisten Migräniker kommen die eigentlichen Kopfschmerzen nicht überraschend, sondern kündigen sich bereits ein bis zwei Tage vorher an. Erste Warnzeichen sind eine allgemeine Überaktivität, eine außergewöhnliche psychische Hochstimmung, Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Schokolade, hohe Geruchs-, Licht- und Lärmempfindlichkeit, vermehrte Harnblasen- und Darmentleerungen, aber auch Depression, Gereiztheit, Schwindel und Müdigkeit. Normalerweise kennt der Migräne-Leidende seine eigenen Vorbotensymptome am besten und kann sich so auf die bevorstehende Attacke einstellen.
  2. Die Aura
    Bei einem Teil der Betroffenen setzen ca. 30 - 60 Minuten vor Beginn der eigentlichen Kopfschmerzen neurologische Störungen ein: die sogenannte Migräne-Aura. Sie äußert sich durch Sehstörungen, wie Flimmersehen, Sehen von Zackenlinien, Blitzen u.a., aber auch durch Gefühlsstörungen der Haut.
  3. Die Kopfschmerz-Attacke
    Es folgen die eigentlichen heftigen Kopfschmerzen, die in ihrer für den Migräniker typischen Form einseitig auftreten und einen pulsierenden, pochenden Charakter haben. Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit können als Begleiterscheinungen hinzu kommen.
     
    Der Migräneanfall ist den Betroffenen im Gesicht, insbesondere den Augen, meist deutlich anzusehen: Die Patienten sind fahl und bleich. Ihre Augen sind klein, eingefallen und ohne Glanz.

  Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker 

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