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Wie Mikronährstoffe an der Entwicklung eines gesunden Babys beteiligt sind….
Während der Schwangerschaft:
Mikronährstoffe spielen bei der Entwicklung des heranwachsenden Kindes eine so wichtige Rolle, dass bereits ein geringfügiger Mangel die Entwicklung beeinträchtigen kann. Gerade die ersten 8 Wochen sind sehr sensibel, da hier das zentrale Nervensystem, Herz u. a. Organe entwickelt werden. Wie sich ihr Baby während der Schwangerschaft verändert, sehen Sie hier.
Eisenmangel und in weiterer Folge eine Anämie in der Schwangerschaft treten weltweit auf. Im Durchschnitt sind 51 % aller schwangeren Frauen anämisch, 18 % in Industrie- und 56 % in Entwicklungsländern. Dies bedeutet ein höheres Risiko für die Mutter bei Blutverlusten und bringt erhöhte Anfälligkeit für Infekte mit sich.
Der Eisenbedarf steigt im 2. Schwangerschaftsdrittel stark an und bleibt während der gesamten Schwangerschaft auf diesem hohen Niveau. Eine ausreichende Zufuhr von Eisen ist aber schon in der Frühschwangerschaft wichtig, denn ein Eisenmangel kann eine Frühgeburt mit niedrigem Geburtsgewicht verursachen.
Folsäure spielt eine zentrale Rolle bei der normalen Zellteilung und ist so der Schlüssel für die Entwicklung eines gesunden Babys. Besonders in der Frühschwangerschaft hilft die Folsäure der Eizelle, sich in der Gebärmutter fest einzunisten. Zwischen der 2. und 4. Schwangerschaftswoche, wenn die Frau oft noch nicht weiß, dass sie schwanger ist, schließt sich beim Embryo das so genannte Neuralrohr, wozu Folsäure benötigt wird. Ein Mangel kann dazu führen, dass sich das Neuralrohr nicht schließt und das Baby mit einer offenen Wirbelsäule (spina bifida) geboren wird. Aber auch andere Fehlbildungen sind aufgrund eines Folsäuremangels möglich. In Europa treten diese Neuralrohrdefekte noch immer auf, die Versorgung der Frauen mit Folsäure ist ungenügend. Auch in Österreich ist laut Ernährungsbericht 2003 die Folsäure ein kritischer Mikronährstoff: nicht einmal die Hälfte der empfohlenen Menge wird über Nahrung zugeführt.
Zwischen der 20. Schwangerschaftswoche und dem Ende der 1. Woche nach der Schwangerschaft kann die Mutter unter einem komplexen Beschwerdebild leiden, dessen Leitsymptom ein erhöhter Blutdruck ist. Durch die Verabreichung von B-Vitaminen (Vitamin B6, B12 und Folsäure), sowie Vitamin C und E kann das Risiko dieser Entwicklung vermindert werden.
Während der Stillzeit:
- Abgabe der Mikronährstoffe in die Muttermilch
- Auffüllen der mütterlichen Speicher, die während der Schwangerschaft geleert wurden.
Laut Österreichischem Ernährungsbericht 2003 führen Stillende v.a. zu wenig Vitamin A, Folsäure, Vitamin B1, Vitamin B6, Eisen, Magnesium und Vitamin D zu.
Vitamin A wird vom Körper für Wachstum, Sehkraft, Immunsystem und Knochenbildung benötigt. Besonders für Frühgeborene ist eine ausreichende Vitamin-A-Versorgung wichtig, damit sich die Lunge entwickeln kann; auch bei fiebrigen Infektionskrankheiten ist der Vitamin-A-Bedarf des Säuglings erhöht.
Aufgrund des erhöhten Energiebedarfs besteht in der Stillzeit ein Mehrbedarf an B-Vitaminen, die bei der Bildung von Energie im Energiestoffwechsel eine große Bedeutung haben. Sowohl durch Wachstum des Säuglings als auch durch das Stillen selbst ist dieser Mehrbedarf erklärbar.
In der Stillzeit kommt dem Eisen aufgrund des starken Wachstums des Säuglings eine besondere Bedeutung zu. Tritt ein Eisenmangel auf, so kann es zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen kommen. Der Eisenbedarf der stillenden Mutter ist ebenfalls erhöht – einerseits gibt sie Eisen durch die Muttermilch ab, andererseits müssen die Eisenspeicher, die während der Schwangerschaft verbraucht wurden, wieder aufgefüllt werden.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
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